SPD will Stipendien für zukünftige Ärzte vergeben - Prüfung beantragt

Pressemitteilung

Die Diskussion um die ärztliche Versorgung des ländlichen Raums wird derzeit an vielen Stellen im Rhein-Lahn-Kreis geführt. Egal ob klassische Haus- oder Facharztpraxen oder medizinische Versorgungszentren, gebraucht werden vor allem junge Ärztinnen und Ärzte, die bereit sind im Rhein-Lahn-Kreis tätig zu werden. „Wenn wir nicht auch in diesem Feld tätig werden, gibt es vielleicht in Zukunft freie Arztsitze und Medizinische Versorgungszentren, aber niemand der die Leute hier behandeln kann“, beschreibt Carsten Göller, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, das Problem.

 

Auch wenn der Rhein-Lahn-Kreis ein attraktiver und zwischen den Ballungsräumen Rhein-Main und Köln-Bonn gut gelegener Wohnstandort ist, braucht es Anreize für junge Ärztinnen und Ärzte, um hier tätig zu werden. „Wer in Mainz, Heidelberg oder Köln studiert und seine Ausbildung dort vertieft hat, der denkt oft gar nicht an unseren Rhein-Lahn-Kreis“, so Göller.

 

Die SPD-Kreistagsfraktion sieht in der Vergabe von Stipendien, in denen sich die Stipendiaten verpflichten nach ihrer Ausbildung in einer Praxis im Kreis tätig zu werden, eine Möglichkeit zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Um aus der Idee aber ein solides Programm zu machen, soll die Kreisverwaltung beauftragt werden die Rahmenbedingungen zu klären. Beantwortet werden muss die Frage, zu welchen Bedingungen Stipendien mit einer entsprechenden Verpflichtung vergeben werden können? Außerdem denkt die SPD darüber nach, im Kreis ansässigen Stiftungen oder Vereine mit einzubeziehen. Gleiches gilt für die im Kreis tätigen Krankenhäuser und Praxen, etwa bei der Auswahl geeigneter Bewerber und bei der praktischen Ausbildung.

 

Darüber hinaus denkt Göller auch an die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) des Kreises. „Arztpraxen sind auch Arbeitgeber vor Ort, vielleicht kann die WFG hier sogar aktiv födern“, schlägt Göller außerdem vor.

 

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