SPD: Kampf um die Alternativtrasse nicht aufgeben

Pressemitteilung

SPD-Kreisvorsitzender Mike Weiland wendet sich an die Bundestagsabgeordneten Gustav Herzog und Detlev Pilger

Nach der aktuellen Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums, eine Bahnneubaustrecke mit 123 Kilometer Länge, mit 26 Kilometer Tunnel und einem Volumen von 2,3 Milliarden Euro in Sachsen mit Priorität angehen zu wollen, während die Alternativtrasse für den Güterverkehr im Mittelrheintal weiter im potenziellen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans verharrt und mit den Planungen daher nicht begonnen werden kann, hat sich der Vorsitzende der SPD Rhein-Lahn Mike Weiland (Kamp-Bornhofen) an die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten Gustav Herzog (Kaiserslautern, in der zurückliegenden Wahlperiode des Bundestags verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion) und Detlev Pilger (Koblenz, Wahlkreisabgeordneter) gewandt: "Die Entscheidung pro Sachsen ist ein weiterer Schlag ins Gesicht der Bürgerinnen und Bürger des Mittelrheintals, die unter der Führung von Willi Pusch und vielen anderen Aktiven in Bürgerinitiativen seit Jahrzehnten für eine Entlastung der rechtsrheinischen Güterverkehrsstrecke der Bahn und vor allem eine neue Strecke, ob über- oder unterirdisch, kämpfen, damit das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal vom Bahnlärm befreit wird."

Es sei unverständlich, dass man trotz einer deutlich höheren Verkehrsbelastung im Mittelrheintal gegenüber der sächsischen Strecke im Bund nicht vorankomme. Die schönste Bundesgartenschau 2031 als riesiges Investitionspaket nütze nichts, so Weiland weiter, wenn die Bahn analog der Eröffnungsveranstaltung zur BUGA 2011 in Koblenz dann rechtsrheinisch wieder den Güterverkehr stoppe, um während der Anwesenheit des Bundespräsidenten oder anderer hochrangiger Repräsentanten aus der Politik im Rheintal eine heile Welt vorzuspielen.

Mike Weiland fordert klare Signale aus Berlin: Die Alternativstrecke für den Güterverkehr müsse nun endlich in den vordringlichen Bedarf aufgenommen werden. "Ein Verharren in der Liste des potenziellen Bedarfs hilft uns absolut nicht
weiter", so der Kreisvorsitzende. Das Mittelrheintal muss baldmöglichst eine Entlastung erfahren. Mike Weiland weist auch auf die überparteiliche Parlamentariergruppe im Bundestag, die sich gegen den Bahnlärm stemmt, hin. Offensichtlich habe sich die Parlamentariergruppe, der über Parteigrenzen hinweg auch einige Bundestagsabgeordnete aus der Region angehören, bislang nicht ausreichend für das Mittelrheintal eingesetzt. Die Kreis-SPD fordert daher abschließend alle rheinland-pfälzischen Bundestagsabgeordneten auf: "Helft mit, die Alternativtrasse für das Mittelrheintal voranzubringen und unterstützt damit das größte Problem des Mittelrheintals, den Bahnlärm, zu lösen, damit das Tal langfristig eine Chance zum Überleben hat!"

 

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