SPD besucht Zukunftswerkstatt: Erneuerbare Energien weiter lohnenswert

Pressemitteilung

Man betritt die Zukunftswerkstatt am Katzenelnbogener Hohlweg und bemerkt sofort: Hier steht ein modernes Geschäftsgebäude, das den heutigen Ansprüchen in Zeiten der Energiewende absolut gerecht wird. Moderne Holzböden, LED-Beleuchtung und wasserlose Urinale sind die augenscheinlichen Dinge, die selbst dem Laien unmittelbar ins Auge fallen. Hinzu kommt die große Dachfläche mit Photovoltaikanlage. Im Gespräch erläutert Prohelios-Geschäftsführer Holger Gretzschel den Kreis-SPD-Vertretern um deren Vorsitzenden Mike Weiland, der Bundestagsabgeordneten Gabi Weber und Landrat Frank Puchtler jedoch, dass beispielsweise innen auch Lehmputz Verwendung gefunden hat und das Haus mittels Nahwärmenutzung aus der Nachbarschaft versorgt wird - absolut vorbildlich. Zu Recht etwas stolz zeigt Gretzschel den interessierten SPDlern die Anzeige des Nahwärmezählers. Mit etwas mehr als 83.000 Kilowattstunden Energie, die das Gebäude in den letzten 4 Jahren seit seiner Erbauung an Nahwärme verbraucht hat, was umgerechnet etwa 8.000 Litern Heizöl entspricht, wurden 850 qm Fläche beheizt. Eine der SPD-Aktiven rechnet nach. "Das ist aufs Jahr gesehen so viel Energie, wie ich zu Hause für 82 qm Fläche brauche", stellt sie entsetzt fest.

Doch nicht nur in Sachen Energieverbrauch ist das Gebäude der Zukunftswerkstatt wegweisend. Auch die effiziente Nutzung des Bürogebäudes beeindruckt die SPD-Vertreter. Im Entree befindet sich die Ausstellung eines Kaminbauers. Weiterhin sind ein Heizungsbau- und ein Lehmbauunternehmen untergebracht. Eine ganzheitliche Beratung und energetische Einzelfallbetrachtung von Häusern der Kunden ist zunächst unabhängig von Handwerkern bei Holger Gretzschel und seinem Unternehmen Prohelios möglich. "Wir lassen zunächst offen, ob eine Außendämmung oder ein Lehmputz von innen als thermische Hülle eines Gebäudes in Frage kommt", erläutert Gretzschel. Manche Kunden möchten auch nur eine Photovoltaikanlage installieren oder sich allgemein über die Nutzungsmöglichkeiten Erneuerbarer Energien im Privathaushalt beraten lassen. Nach einer Beratung können sich Kunden dann auch an die im Hause befindlichen Unternehmen vermitteln lassen, wobei Gretzschel Wert darauf legt, dass dies für Interessierte nicht verpflichtend sei.

Im Obergeschoss befinden sich ein Architekturbüro und ein Energieberater, die das Angebot der Zukunftswerkstatt abrunden. "Dies ist ein absolut umfassendes und zukunftsgerichtetes Kundenangebot", resümiert auch Landtagsabgeordneter Jörg Denninghoff, der selbst jetzt auch sein Bürgerbüro als weitere Anlaufstelle im gleichen Gebäude eröffnet hat. Er verspricht sich davon Synergieeffekte.

Doch es gibt eine weitere Effizienz für alle ansässigen Betriebe: Im Foyer wird man von einer Dame empfangen, die für alle Firmen Termine und Aufträge koordiniert. Auch das Lager wird von allen gemeinsam genutzt.

Im anschließenden Fachgespräch unterstreicht Holger Gretzschel, der zusätzlich selbst Geschäftsführer von 18 Gemeinschafts-Photovoltaikanlagen im Rhein-Lahn-Kreis, teilweise auch mit Bürgerbeteiligung ist, dass sich entgegen vieler Mutmaßungen unwissender Laien der Bau privater Photovoltaikanlagen trotz von der Politik gesteuerter Unsicherheiten auch heute noch finanziell lukrativ ist. Er hält die Einspeisevergütung, die an Betreiber von Photovoltaikanlagen gezahlt wird, für richtig. Man dürfe aber nicht nur die zwischenzeitlich reduzierte Vergütung sehen. Vielmehr müsse man auch die Kostenersparnis durch Eigenverbrauch in die Wirtschaftlichkeitsberechnung einfließen lassen, da man ja auch vom örtlichen Stromanbieter weniger Energie beziehe, rechnet er vor. Gegenüber der anwesenden Bundestagsabgeordneten und auch Jörg Denninghoff weist Gretzschel jedoch auch auf Fehler, die in der Vergangenheit gemacht worden sind, hin. Diese hätten auch in der Branche Arbeitsplätze gekostet. Doch nun müsse die Politik den Blick nach vorne richten und beispielsweise die Wärmepumpentechnologie noch mehr in den Vordergrund rücken. In wenigen Jahren dürften nach Ansicht des Prohelios-Geschäftsführers darüber hinaus in Neubauten keine Brenner mehr erlaubt sein, die auf fossiler Basis arbeiten. Auch seien es noch zu wenige Unternehmen, die sich Gedanken um die Nutzung Erneuerbarer Energien machten und selbst bei den Kommunen sei noch viel Luft nach oben. Abschließend wies der Fachmann auch darauf hin, dass heutzutage die Speichertechnik für mit Photovoltaik erzeugten Strom schon gut vorangeschritten sei. Die Politik müsse daher auch klarere Bekenntnisse dazu abgeben, dass man mehr auf dezentrale Stromversorgung setze, so Gretzschel abschließend. SPD-Kreisvorsitzender Mike Weiland unterstützte zahlreiche Forderungen Gretzschels. Er selbst betreibt privat eine Photovoltaikanlage und auch seine Heimatgemeinde Kamp-Bornhofen habe sich vor geraumer Zeit entschieden, auf dem Turnhallendach in der Rheingemeinde eine solche zu installieren. Insbesondere die beiden Bundes- bzw. Landtagsabgeordneten bat er, die Anregungen von Holger Gretzschel für die weiteren energiepolitischen Beratungen mitzunehmen, was sie auch zusagten.

 

Homepage SPD Rhein-Lahn

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 002328098 -

WebsoziInfo-News

12.10.2026 17:43 Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen

09.10.2026 17:40 Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

Ein Service von websozis.info

 

Wetter-Online