Kreisvorsitzender Mike Weiland begrüßt Initiative der SPD-Landtagsfraktion: 1 Million Tonnen Salz dürfen nicht einfach i

Pressemitteilung

Pläne, in Frankreich fast 1 Million Tonnen salzhaltige Abwässer in den
Rhein oder in die Mosel einzuleiten, beunruhigen nach Angaben des
SPD-Kreisvorsitzenden Mike Weiland nicht nur die SPD-Fraktion im
rheinland-pfälzischen Landtag, sondern aktuell auch den SPD-Kreisverband
Rhein-Lahn.

Wie jetzt bekannt wurde, plant eine belgische und eine US-amerikanische
Firma, die in Lothringen Produktionsstätten für Düngemittel und Soda
betreibt, eine Pipeline zur Entlastung des dortigen regionalen Grundwassers
zu bauen, die bei Gambsheim in den Rhein oder alternativ in die untere
Mosel bei Remich Abwässer einleitet. Derzeit wird dieses verunreinigte
Abwasser in die Meurthe eingeleitet und belastet das weiter nördlich
gelegene Grundwassereinzugsgebiet der Stadt Metz. Ähnliche
Grundwasserschäden müssen jetzt die Rheinanlieger mit der geplanten
Calciumchlorideinleitung bis ungefähr nach Koblenz befürchten, wenn das
246 Mio. EUR teure Projekt realisiert wird.

Wie der hiesige SPD-Landtagsabgeordnete Roger Lewentz gegenüber Mike
Weiland erläutert, hat die parlamentarische Geschäftsführerin Barbara
Schleicher-Rothmund gestern bereits dazu Folgendes erklärt: "Durch diese
Pläne könnte die Qualität des Wassers der Flüsse gefährdet und die
vielen Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung der Flüsse in Frage
gestellt werden." Mike Weiland stellt jedoch nicht nur diese Maßnahmen in
Frage, viel wichtiger ist ihm in diesem Zusammenhang auch der Hinweis
darauf, dass vielerorts entlang der Rheinschiene die Trinkwasserversorgung
vom Fluss abhängig ist. Roger Lewentz, der bereits 1986 zu Zeiten der
damaligen Sandoz-Katastrophe politisch aktiv war, erinnert sich an dieses
Ereignis zurück, bei dem verunreinigtes Löschwasser, das bei einem Brand
in den Rhein gelaufen war, die Rheingemeinden vor erhebliche Probleme
stellte.

Die SPD-Landtagsfraktion wird diese nun vorgesehenen Pläne kritisch im
Parlament begleiten, da die Lebensqualität und Gesundheit der Bürgerinnen
und Bürger für die SPD an erster Stelle stehen. Dies wird seitens der
Kreis-SPD ausdrücklich begrüßt und Mike Weiland betont: "Es kann nicht
sein, dass Rheinoberlieger so arglos mit der Gesundheit derjenigen Menschen
umgehen, die ihnen im Flussverlauf nachfolgen." Im besten Falle sollte man
sich an einem Fluss eher als Solidargemeinschaft verstehen, so der
SPD-Kreisvorsitzende abschließend.

 

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