Puchtler/Göller: Prävention zu Afrikanischer Schweinepest auch im Kreis angehen

Pressemitteilung

In einem Gespräch haben sich Landrat Frank Puchtler und Carsten Göller, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, über die Afrikanische Schweinepest (ASP) ausgetauscht. Im Gespräch haben beide präventive Maßnahmen und mögliche Folgen eines Ausbruchs erörtert.

 

Ein wichtiger Baustein der Prävention ist eine starke Bejagung von Wildschweinen. Bereits heute wird dies in zahlreichen Jagdrevieren im Kreis erfolgreich praktiziert. Um das Engagement der Jäger zu unterstützen, hat Göller angeregt, auch im Kreis eine Aufwandsentschädigung für erlegte Frischlinge einzuführen. In anderen Teilen Deutschlands, etwa in Mecklenburg-Vorpommern, ist eine solche Entschädigung bereits eingeführt worden. Außerdem soll das Thema unter Beteiligung der Kreisjägerschaft sowie des Bauern- und Winzerverbands in den Kreisgremien erörtert werden. "Hier geht es darum zu sensibilisieren und Maßnahmen gemeinsam anzupacken", so Göller.

Puchtler nahm die Anregung gerne auf und so sind Planungen für eine Aufwandsentschädigung in Angriff genommen worden. Ab 01.02.2018 können Jäger pro erlegtem Frischling (bis 30 kg aufgebrochen) eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 10,00 Euro erhalten. "Wir wollen mit diesen Maßnahmen einsteigen und sind bereit bei Bedarf nachzulegen", erklärte Puchtler im Anschluss.

 

Die Afrikanische Schweinepest ist eine für Schweine hoch aggressive und meist tödlich endende Tierseuche. Im Falle eines Ausbruchs in Deutschland oder gar im Rhein-Lahn-Kreis werden nicht nur Wildschweine betroffen sein, sondern die Auswirkungen durch Sperrgebiete oder Handelsrestriktionen werden den heimischen Metzgereien und Landwirten wirtschaftlich enorm zusetzen. Die ASP stammt aus dem Süden Afrikas und tritt derzeit immer wieder in Osteuropa auf. Für Menschen oder andere Tiere ist sie ungefährlich.

 

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