Gelungene Premiere: Volles Haus beim Politischen Aschermittwoch

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Mittendrin beim Politischen Aschermittwoch: Bürgermeister Karl-Gerhard Wetzel, Vorsitzender Günter Müller, Beigeordneter Friedhelm Rücker und Kreisvorsitzender Frank Puchtler.

RHEIN-LAHN-KREIS | Politischer Aschermittwoch der Rhein-Lahn-SPD in Geilnau: Zum ersten Mal trafen sich die Genossinnen und Genossen zu einem Politischen Aschermittwoch im Rhein-Lahn-Kreis in Geilnau. Dass sie mit ihrer Idee ein gutes Gespür hatten, bewiesen die gut 120 Besucher aus Nah und Fern, die der Ortsvereinsvorsitzende Günter Müller in der zum Fest- und Speisesaal umgewidmeten Turnhalle des TuS Geilnau in den Lahnwiesen begrüßen konnte; unter ihnen der SPD-Kreisvorsitzende und Landratskandidat, MdL Frank Puchtler, der Beigeordnete der VG Diez, Michael Schnatz, der Vorsitzende des SPD-Gemeindeverbandes Diez, Eric Mäncher, und Geilnaus Ortsbürgermeister Karl-Gerhard Wetzel.

Als bis dahin treu gehütetes Geheimnis verriet Müller, dass der bereits 1919 gegründete SPD-Ortsverein Geilnau just in diesem Jahr zumindest einen halbrunden Geburtstag feiern kann. „Unser Ortsverein wird 95 Jahre alt, und somit erkläre ich unseren heutigen Aschermittwochstreff spontan zur Geburtstagsparty“, forderte der Vorsitzende die Festgäste zum Mitfeiern auf. Die Eingeladenen nahmen Günter Müller beim Wort und stärkten sich für das, was noch kommen sollte, zunächst einmal dem reichlich angebotenen Heringsessen. Zwischendurch heizte Müller als Moderator die Stimmung in der Halle mit Angie-Witzen an. Als erster Gratulant stieg der Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Frank Puchtler „in die Bütt“. Dabei erfüllte er die Erwartungen seiner Zuhörer, indem er seine Ambitionen als Kandidat für die am 25. Mai anstehende Wahl des neuen Landrats zum Thema seiner Grußbotschaft machte. „In den letzten 80 Tagen geht es darum, zum Ausdruck zu bringen, dass wir alle bereit sind, uns für dieses große Ziel einzusetzen, um unseren Kreis als Team weiter voranzubringen“, betonte Puchtler bei seinem Bad in der Menge unter dem starken Beifall seiner zahlreichen Freunde in Geilnau. Als Meister des geschliffenen Wortes machte der über Geilnau hinaus bekannte Laienschauspieler und Theaterregisseur Achim Herbel dem politischen Aschermittwoch der Sozialdemokraten alle Ehre. Sein großer Bogen – „iwwer dät, woat mer su hiert, wat en der Politik su passiert“ – spannte sich von unserer Heimat an Rhein und Lahn über „Malu Dreyer, die Landesmutter, als neue Kapitänin auf dem Kurt sein’ Kutter“ bis zur „Groko an der Spree“ und ihrem „Allen wohl und niemand weh“. Nach seinem geistreichen Rundumschlag in Sachen „große Politik“ wandte sich Achim Herbel sehr versöhnlich dem scheidenden Ortsbürgermeister seiner Heimatgemeinde zu: „Karl-Gerhard: Danke fier die Zeijt, soan net nur ich, soan all die Leijt , die heijt heij sitze und sich denke, dät es schon en Offgoab, suhn Gemaa ze lenke.“ Der Ortsbürgermeister, der bei den kommenden Wahlen nicht mehr kandidiert, bedankte sich für die „Blumen“ mit einem kurzen Bericht über die Aktivitäten der letzten Jahre und wünschte seinem Nachfolger viel Erfolg im Amt.

 

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