Kurze Beine - kurze Wege

Kommunales

Mit insgesamt zehn Betreuungskräften werden in Niederneisen derzeit 67 Plätze (davon 20 Hort- und zwölf U3-Plätze) angeboten. Ab dem Jahr 2013 soll das Angebot auf Kinder unter zwei Jahren erweitert werden. «Dann werden wir in unserem Haus eine Altersspanne von zwei Jahren bis zu Kindern der vierten Klasse haben, die ja in der Regel zwischen neun und zehn Jahre alt sind», so Gabriele Jung, Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte (Kita) «Unterm Regenbogen». Sie begrüßte zum Informationsgespräch über die Betreuung der U-3-Kinder, den Kinderhort und die Erörterung aktueller Projekte den SPD-Landtagsabgeordneten Frank Puchtler und Pfarrerin Esther Reininghaus-Cremers. Die evangelische Kirchengemeinde ist Träger der Einrichtung.

Die erfahrene Pädagogin berichtet weiter, dass die Anforderungen an die eingesetzten Kita-Mitarbeiter gestiegen sind. «Unsere jüngsten Besucher brauchen noch größere Kuscheleinheiten, mehr Zuwendung und Nestwärme. Sie befinden sich deshalb in einer separaten Gruppe, die bezeichnender Weise auch den Namen Nestgruppe führt.»
Die Hortkinder werden nach Schulschluss meist durch Gabriele Jung persönlich in der benachbarten Grundschule abgeholt. Nachdem sie sich in der Kita zunächst einmal austoben dürfen, wird anschließend gemeinsam gegessen, und es folgt die Erledigung der Hausaufgaben. Des Weiteren haben die Kids die Möglichkeit, die Sportangebote der TuS Niederneisen zu nutzen, die auf den ebenfalls in unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen Sportstätten durchgeführt werden.
Die Vorschulkinder der Tagesstätte kooperieren mit einem gemeinsamen Kunstprojekt mit der Grundschule und besuchen auch mal die Pausenzeit, um «erste Kontakte knüpfen zu können». Auch mit dem Kindergarten Flacht/Holzheim arbeitet man äußerst eng zusammen.
Puchtler, der sich mit seinen beiden Gesprächspartnerinnen einig war, dass im Alter von zwei bis sechs Jahren «die Weichen im Leben eines Kindes gestellt» werden, lobte die praktizierte Kooperationsarbeit und stufte dieses Netzwerk als beispielgebend ein. Zudem laufe auch die Zusammenarbeit zwischen Land, Kommune und Kirche problemlos. Pfarrerin Reinighaus-Cremers, die in der Tagesstätte eine christliche Struktur als wichtig erachtet und die «biblische Geschichte» persönlich vermittelt, sieht diese Tätigkeit als wichtigen Mosaikstein bei der Erziehungsarbeit eines Heranwachsenden an, «die bei der Wertevermittlung nicht früh genug beginnen kann».
Puchtler, für den «unsere Jugend unsere Zukunft» ist, will in Zusammenarbeit mit der Kirchenleitung prüfen, ob für Gabriele Jung eine Freistellung von ihrer erzieherischen Tätigkeit möglich ist, da die administrativen und verwaltungstechnischen Arbeiten um ein Vielfaches angestiegen seien. Abschließend äußerte er: «Die Kindertagesstätte von Niederneisen steht mit ihrer Erziehungsarbeit nicht nur mitten im Leben», sondern bietet zudem zehn Erzieherinnen, einer Hauswirtschaftskraft und einer Reinigungskraft eine Arbeitsstelle.

 

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