Willkommenskreis Diez erhält Bürgerpreis der SPD Rhein-Lahn

Pressemitteilung

Der Willkommenskreis Diez um seinen Vorsitzenden Friedhelm Hahn ist diesjähriger Träger des Bürgerpreises der SPD Rhein-Lahn. Am Freitagabend wurde der mit einem anerkennenden Geldbetrag, einer Glastrophäe und einer Urkunde dotierte Preis der Kreis-SPD von Staatssekretär Günter Kern, der in Vertretung für Minister Roger Lewentz gekommen war, dem Landtagsabgeordneten Jörg Denninghoff und dem SPD-Kreisvorsitzenden Mike Weiland im Rahmen einer kleinen Veranstaltung in der Kapelle Fachingen verliehen.

Alljährlich zeichnet die SPD Rhein-Lahn ehrenamtlich in besonderem Maße engagierte und damit für die Gesellschaft vorbildliche Persönlichkeiten, aber auch Gruppen, Institutionen oder Vereine mit ihrem eigens dafür ins Leben gerufenen Bürgerpreis aus. So ging Kreisvorsitzender Mike Weiland in seiner Begrüßung zunächst auf die in unserer Gesellschaft wachsende Bedeutung des Ehrenamtes ein. In Rheinland-Pfalz engagierten sich mehr als 1 Mio. Bürgerinnen und Bürger in ihrer Freizeit zum Wohle anderer. Die Zuwachsrate betrage hier aktuell 6 Prozent. Damit sei das Land in einer Spitzenreiterposition gegenüber dem Bundesvergleich und dies schlage sich auch im Rhein-Lahn-Kreis nieder. Ohne die vielen ehrenamtlich tätigen Männer und Frauen, so Mike Weiland, hätte die Region zwischen Rhein und Lahn, vom Einrich über die Aar bis hin zum Blauen Ländchen wahrlich ein anderes Gesicht, lobte der SPD-Kreisvorsitzende das Ehrenamt. Die möglichst baldige Einführung der Ehrenamtskarte im Kreis, mit der das Land die Möglichkeit geebnet habe, wenigstens in kleinem Umfang Dank und Anerkennung zu zollen, müsse daher baldmöglichst erfolgen.

Staatssekretär Günter Kern ging in seiner Laudatio auf den diesjährigen Preisträger ein. Der Willkommenskreis leiste bereits seit längerer Zeit und nicht erst jetzt um die Situation der Notunterkunft für Flüchtlinge in Diez eine ganz besonders wichtige Arbeit für die Gesellschaft. Die Aktiven führen Menschen zusammen, unterstützen Flüchtlinge bei ihrer Integration in die Gesellschaft, bei Behördengängen, bei Schulanmeldungen sowie in vielen weiteren Alltagssituationen, in denen die unterschiedlichen Sprachen Barrieren darstellten. Ankommende Menschen sollen möglichst schnell das Gefühl haben, in Diez willkommen zu sein. Sprachkurse oder Veranstaltungen zur Förderung des Miteinanders sind da nur eine Sparte der Aktivitäten des Preisträgers.

Gegründet worden ist die Initiative im Jahr 2013 von Madeleine Kah, Ali Hamdan (beide Beauftragte des Ausländerbeirats Diez) und Dekan Christian Dolke, der Pfarrer der Jakobusgemeinde Diez/Freiendiez ist. Zwischenzeitlich wird der Willkommenskreis Diez von den vier Kirchengemeinden in Diez sowie der Verbandsgemeinde und der Stadt Diez getragen und steht damit auf einem guten Fundament für die ehrenamtliche Arbeit. Über 50 Aktive unterstützen mittlerweile das Wirken des Vereins und man findet auch breite Unterstützung in der Diezer Geschäftswelt sowie bei vielen Bürgern und Bürgerinnen.

Insbesondere seit September leisten die Aktiven mehr denn je einen wichtigen Beitrag für Demokratie und soziale Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft, denn sie bringen sich täglich in die Arbeit der Notunterkunft für Flüchtlinge in Diez ein. Seien es mit Eintreffen der ersten Flüchtlinge Dolmetscher gewesen, mit denen der Willkommenskreis geholfen habe oder zwischenzeitlich auch Spenden, mit denen beispielsweise Unterwäsche für die Menschen gekauft werden konnte, so sind es aktuell Aktivitäten in der Kleiderkammer oder auch Überlegungen, einen Raum einzurichten, wo sich Flüchtlinge unmittelbar mit Bürgerinnen und Bürgern aus Diez treffen, kennenlernen und Völkerverständigung im wahrsten Sinne des Wortes betreiben könnten, nannte Staatssekretär Günter Kern einige vorbildliche Beispiele aus der aktuellen Arbeit.

SPD-Kreisvorsitzender Mike Weiland brachte es bei der Verlesung des Urkundentextes auch noch einmal auf den Punkt: "Mit Ihrer Arbeit haben Sie auch außerhalb der Politik beispielhaft die sozialdemokratischen Ideale 'Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität' mit Leben erfüllt." Landtagsabgeordneter Jörg Denninghoff, der in seinem Grußwort zu Beginn als bekennender Christ auch den Begriff der Nächstenliebe in den Vordergrund gestellt hatte, schloss sich der Gratulation an. Ali Hamdan dankte nach der Übergabe der Kreis-SPD für die Auszeichnung. Dies mache Mut und gebe den Aktiven Kraft, die begonnene Arbeit fortzusetzen. Er erläuterte auch an einigen weiteren Beispielen, wie wichtig die Arbeit des Willkommenskreises für eine gelungene Integration der Menschen in die Region ist.

Zum Abschluss der gelungenen Veranstaltung, die musikalisch von Marcel Müller, seines Zeichens selbst SPD-Aktiver im Rhein-Lahn-Kreis, am Klavier begleitet wurde, standen zwei Jubilare im Mittelpunkt: Mit Lothar Labonte (Diez) und Wilhelm Augst (Bad Ems) wurden zwei Mitglieder für ihre 50-jährige Treue zur SPD ausgezeichnet. Sie erhielten neben einer Urkunde auch ein Buchgeschenk, in dem die zwischenzeitlich 152-jährige Geschichte der Arbeiterpartei illustriert ist. Auf viele Höhen und Tiefen der Partei können Labonte und Augst zurückblicken und so manche Anekdote berichten. Beide bekundeten aber einmütig, dass die Höhen stets überwogen hätten und man sich immer gerne in den Dienst zum Wohle der sozialdemokratischen Ideale gestellt habe. Anschließend nutzten die anwesenden Gäste den Abend noch zu manch gutem Gespräch und ließen die Feierstunde ausklingen.

 

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