SPD vor Ort: Besuch im Abfallwirtschaftszentrum in Singhofen

Pressemitteilung

Im Jahr 2018 muss der Rhein-Lahn-Kreis entscheiden, ob das Leeren der Mülltonnen weiterhin extern vergeben und ausgeschrieben wird oder ob der Eigenbetrieb dies wieder in eigener Verantwortung übernimmt. Diese Frage und die aktuelle Situation der Abfallwirtschaft im Kreis hat die SPD-Kreistagsfraktion mit Carsten Göller an der Spitze vor Ort in das Abfallwirtschaftszentrum in Singhofen geführt. Mit dabei war auch der SPD-Kreisvorsitzende Mike Weiland und Singhofens Ortsbürgermeister Detlef Paul.

Ganz oben auf der Agenda der SPD im Kreis steht die Gebührenstabilität. "Wir können die Gebühren für den Abfall im Kreis seit vielen Jahren stabil halten und das soll auch in Zukunft so bleiben", macht Carsten Göller die Position der SPD in den anstehenden Diskussionen deutlich. Für die SPD ist daher klar, dass die Entscheidung wirtschaftlichen Gesichtspunkten folgen muss. Weder eine externe Vergabe, noch eine Rekommunalisierung soll um jeden Preis erfolgen. Eine vernünftige Abwägung der Möglichkeiten soll hier zum Ergebnis führen. Gleichwohl hat die Fraktion auch die Situation der Mitarbeiter erörtert. "Ein gutes Ausschreibungsergebnis kann nicht auf dem Rücken der Mitarbeiter erzielt werden", ergänzt Weiland. Daher will die SPD, dass bei der Ausschreibung Mindeststandards, wie etwa das Landestariftreuegesetz, Berücksichtigung finden. Das Landestariftreuegesetz besagt, dass öffentliche Aufträge nur erhält, wer mindestens den Mindestlohn oder, wenn vorhanden, der Lohn nach gültigem Tarifvertrag zahlt. Das Gesetz wurde seinerzeit von der SPD im Land umgesetzt.

 

Zu Beginn des Besuchs wurden von der Werkleitung aktuelle Zahlen und technische Informationen zum Abfallwirtschaftszentrum in Singhofen präsentiert. Gestartet ist man 1974 mit der Deponie bei Singhofen. 2000 wurde die mechanisch-biologische Restabfallbehandlungsanlage in Betrieb genommen. Diese Anlage holt aus der schwarzen Tonne die sogenannte heizwertreiche Fraktion heraus. Ziel ist es brennbare Materialien, also alles was aus Kohlenstoff besteht, auszusortieren und nicht einfach auf die Deponie zu bringen. Auch der Bioabfall wird vorbehandelt und nicht einfach, wie beispielsweise im eigenen Garten, kompostiert. Die Abfallbehandlung ist aktiver Umweltschutz, da 140-200 Kilogramm CO2 pro Tonne Abfall eingespart werden können. Auf einem Rundgang über das gesamte Areal konnten sich die SPD-Fraktionsmitglieder ein eigenes Bild von der Arbeit und den Herausforderungen in der Abfallwirtschaft machen.

 

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