SPD im Gespräch: Bahnlärm und Entwicklung des Mittelrheintals länderübergreifendes Thema

Pressemitteilung

Bis 2016 sollen 50 Prozent und bis 2020 dann 100 Prozent der Güterzüge auf Flüsterbremsen umgerüstet werden. An dieser Forderung halten SPD-Kreisvorsitzender Mike Weiland (Rhein-Lahn) und Sebastian Busch, SPD-Kreistagsabgeordneter im Rheingau-Taunus-Kreis und Ressortleiter ‪Wirtschaft und ‪Welterbe der SPD Lorch, fest. Gemeinsam mit weiteren Aktiven der SPD Loreley unterstreichen sie damit auch das Begehren der parteiübergreifenden Parlamentariergruppe "Bahnlärm" im Deutschen Bundestag. "Das CSU-geführte Bundesverkehrsministerium muss hier den Druck gegenüber den Bahnunternehmen hochhalten, um endlich spürbare und positive Fortschritte zur Lärmminderung im Mittelrheintal zu erzielen", so Mike Weiland weiter. Als Hintergrund dieser Forderung zeigten die beiden Kreispolitiker Busch und Weiland auf, dass immer wieder Botschaften öffentlich auftauchten, die besagen, dass derzeit erst 14 % aller 180.000 Güterwagen mit den leisen Bremsen ausgestattet seien und der Zeitplan gefährdet sei.

Martin Rabanus und Detlev Pilger, die beiden zuständigen SPD-Wahlkreisabgeordneten, sind nicht nur Mitglied der Parlamentsgruppe, sie stehen auch voll hinter ihrer Kernforderungen. Gerade im Rheintal stelle Bahnlärm bereits seit Jahrzehnten eines der ernstzunehmenden Probleme für die Bürgerinnern und Bürger dar. Hier müssten endlich Lösungen gefunden werden und dazu wollen beide ausdrücklich beitragen, so die beiden Abgeordneten gegenüber der SPD auf Anfrage.

"Die Zeit drängt", befindet auch Kaubs Stadtbürgermeister Karl-Heinz Lachmann, denn die Situation in den Kommunen entlang des Rheins wird immer unerträglicher. "Im Zweifel steht die SPD in beiden Landkreisen auch für frühzeitige Fahrverbote im Mittelrheintal, sollte das Ziel nicht erreicht werden", betont Sebastian Busch. Hieran denke das Bundesverkehrsministerium jedoch erst ab dem Jahr 2020. Der Beigeordnete der Verbandsgemeinde Loreley Hans-Josef Kring und Gemeindeverbandssprecher Alexander Klein bekunden jedoch unisono: "Wir unterstützen ausdrücklich die Forderung der Bundestagsabgeordneten, bereits ab 2016 Sanktionen wie Nachtfahrverbote und Geschwindigkeitsbeschränkungen zu erlassen, wenn dann nicht mindestens die Hälfte aller Waggons umgerüstet ist." Die Bürger haben ein Recht auf Gesundheit und dies sei im Mittelrheintal unter den aktuellen Voraussetzungen sowie bei den noch absehbaren Mehrbelastungen durch zusätzliche und längere Güterzüge im Welterbe leider nicht mehr gewährleistet, so die SPD-Aktiven weiter.

Begrüßt werden seitens der SPD im rheinland-pfälzischen als auch im hessischen Teil des Mittelrheintales aber die Ergebnisse der durch den Bund veranlassten so genannten Korridorstudie zur Entlastung des Rheintales. Hiernach wird von Gutachtern einerseits empfohlen, die vorhandene Bahnstrecke von Köln und Hagen über Siegen nach Hanau auszubauen und langfristig auch den Bau einer Alternativtrasse für den Güterverkehr voranzutreiben. "Dies ist genau die Forderung, die die Bürgerinnen und Bürger im Rheintal schon seit vielen Jahren erheben", sehen sich Mike Weiland und Sebastian Busch in ihrer Politik bestätigt und Weiland ergänzt: "Die Landesregierung um den heimischen Minister Roger Lewentz hat genau diese Forderung auch als Anmeldung für die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans erhoben." Nun sei in gleich mehrfacher Hinsicht erneut der Bund im wahrsten Sinne des Wortes am Zug.

Doch auch weitere Themen zur Entwicklung des Mittelrheintals waren Gegenstand des Treffens: Direkt angrenzend liegen Lorch und Kaub, die einst im Freistaat Flaschenhals verbunden waren und doch finden kaum gemeinsame Aktionen und Absprachen statt. Dies soll sich künftig nach Willen von Sebastian Busch und Mike Weiland ändern. So will man beispielsweise auch bei der Forderung nach einer Rheinbrücke zwischen Koblenz und Wiesbaden gemeinsame Sache machen. "Es kann nicht sein, dass es auf 100 km keine einzige feste Verbindung über den Rhein gibt", hob Mike Weiland erneut hervor, der es auch nicht für schädlich hält, dass die Kollegen auf hessischer Seite aktuell eine weitere Querung zwischen Rüdesheim und Bingen fordern. Das sei legitim, erhöhe den Druck auf die politisch Verantwortlichen auf allen Seiten und unterstreiche vor allem, dass die Menschen und die Wirtschaft mindestens eine feste Verbindung brauchen und Sebastian Busch ergänzt: "Eine Brücke bei St. Goarshausen-Wellmich würde auch der hessischen Seite helfen!" Insofern arbeite man auch hier künftig mehr zusammen.

 

 

Die SPD im Rhein-Lahn-Kreis sowie im angrenzenden hessischen Teil des Mittelrheintals arbeiten in gemeinsamen Politikfeldern künftig noch enger zusammen. Im Fokus des jüngsten Treffens standen jetzt die Bahnlärmthematik und die Rheinquerung, mit dabei (v. l. n. r.) Sebastian Busch (Lorch), Alexander Klein (Sprecher der SPD Loreley), Stadtbürgermeister Karl-Heinz Lachmann (Kaub), Hans-Josef Kring (Erster Beigeordneter der VG Loreley), Theo Bernhard (VG-Ausschussmitglied) und Mike Weiland (Vorsitzender der SPD Rhein-Lahn).

 

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