SPD-Bürgerpreis an Hochwassernotgemeinschaft Braubach verliehen

Pressemitteilung

Der SPD Kreisvorsitzende und Kandidat für das Amt des Bürgermeisters der VG Loreley, Mike Weiland, machte es lange spannend, wer denn nun in diesem Jahr den Bürgerpreis der SPD Rhein-Lahn bekommen sollte. Den feierlichen Abend begann zunächst Theresa Lambrich, Vorsitzende des SPD-Gemeindeverbands Loreley mit einem historischen Zitat: „Willst Du froh und glücklich leben, lass kein Ehrenamt dir geben!“ soll einst Wilhelm Busch gedichtet haben. Ob das Zitat wirklich von Busch kommt, ist nicht klar – das Anliegen von Weilands, Lambrich und aller Anwesenden bei der Verleihung des Bürgerpreises der SPD Rhein-Lahn war es aber, es ins rechte Licht zu rücken. „Denn irgendetwas muss das Ehrenamt ja an sich haben, dass so viele Menschen hier im Raum sich für die Gesellschaft freiwillig und in ihrer Freizeit stark machen. Und das ist gut und wichtig so!“, betonte Lambrich. Daher sei es Mike Weiland und ihr ein Anliegen, den Ehrenamtlern im Namen der SPD zu danken und das Ehrenamt insgesamt zu stützen. Und genau dies sei auch Zweck des Bürgerpreises: Denen Dank und Anerkennung zu zollen, die sich für die Gesellschaft einsetzen.

Etwa 40 Gäste fanden sich am Freitagabend im Braubacher Rathaus ein, das Stadtbürgermeister Joachim Müller gerne zur Verfügung stellte, wie er im Grußwort betonte. Anlass war die Verleihung des Bürgerpreises der SPD Rhein-Lahn an die Hochwassernotgemeinschaft Braubach. SPD-Kreisvorsitzender Mike Weiland ehrte die aufopferungsvolle und im wahrsten Sinn vorbildhafte Arbeit der Braubacher im Hochwasserschutz seit 1983.

„Ohne das Ehrenamt wäre die Welt eine andere“, betonte Weiland zum Eingang seiner Rede. Rheinland-Pfalz ist im Ehrenamt bundesweit spitze – dafür gelte es für die Politik, öfter Danke zu sagen, sagte Weiland im Beisein vom Bundestagsabgeordneten Detlev Pilger. Das gelte zum Einen beim Blick auf eine erfolgreiche Vergangenheit, aber auch bei den zukünftigen Aufgaben, die ohne das ehrenamtliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern nicht einfach „von oben“ bewältigt werden können. Die vielen Ideen zur Bundesgartenschau im Mittelrheintal 2029 sind dafür ein aktuelles Beispiel, aber gerade Politiker können hier noch bessere Rahmenbedingungen schaffen. Bürgersprechstunden, Hilfe bei der Vernetzung von Schulen und Unternehmen und die Unterstützung bei Veranstaltungen von Vereinen und der Feuerwehren sind nur einige Ideen, die Weiland vor den Gästen skizzierte.

Dass im Jahr 2020 die Hochwassernotgemeinschaft geehrt wird, liegt auch daran, was andere Initiativen und Vereine vom Erfolg der Braubacher lernen können. Seit 1975 schon gab es Debatten zur Nutzung des Bahndamms zum Hochwasserschutz für die Braubacher Altstadt, bevor die Notgemeinschaft nach dem Doppelhochwasser 1983 gegründet wurde. Bis heute wurden für den Schutz von Alt- und Neustadt mittlerweile 17 Millionen Euro investiert und Braubach gilt überregional als großes Vorbildprojekt. Dafür zeichnete die SPD Rhein-Lahn die Hochwassernotgemeinschaft aus.

Der Bürgerpreis selbst umfasst eine Glastrophäe samt Urkunde und einem symbolischen Preisgeld. Heinz Scholl als Vorsitzender der Gemeinschaft nahm den Preis dankbar entgegen. In seiner Dankesrede betonte er den langen Weg, den die damalige Bürgerinitiative vor sich hatte. „Die richtige Dosierung von Impulsen“ war ein Schlüssel zum Aufbau der erfolgreichen Lobbyarbeit, die zunächst viele „dicke Bretter bohren“ musste. Wie groß die Aufgaben waren, zeigt sich bei einem Blick auf die mittlerweile fast 40 Jahre, die ihre erfolgreiche Arbeit nun schon dauert. „Wir sind mittlerweile schon in der zweiten Generation, und die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte müssen wir weitergeben“, betonte Scholl. Das gilt besonders beim Blick in die Zukunft: Starkregenereignisse, wie sie beim Wellmicher Bach auch schon in der VG Loreley in den letzten Jahren vorkamen, gelten genauso wie die Auswirkungen des Klimawandels als Schadenspotentiale, die in Braubach nicht aus dem Blick verloren werden dürfen. Lösungen für den Hochwasserschutz am Bachverlauf und für das Hinterwälder Tal dürfen nicht auf die lange Bank geschoben werden. „Projekte können abgeschlossen werden, aber das Bewusstsein muss immer wachgehalten werden“, resümierte der Vorsitzende der Hochwassernotgemeinschaft mit Blick auf die Zukunft. Scholl kündigte deshalb auch an, das Preisgeld des Bürgerpreises in die Bewusstseinsbildung zu investieren.

Abschließend erinnerte die SPD-Ortsvorsitzende Rita Wolf sich an den Anfang der Arbeit. „Mehr als dicke Bretter waren es“, die zu bohren waren gegen den anfänglichen Widerstand von verschiedenen Seiten, den sich angesichts des Erfolgs des Hochwasserschutzes in Braubach heute wohl niemand mehr vorstellen könne. Deshalb betonte Mike Weiland auch, wie wichtig die Arbeit von Bürgerinitiativen ist. „Vernünftige, sachliche Arbeit, über Parteigrenzen hinweg“ ist ein wichtiger Baustein zum Erfolg, unterstrich Weiland.

 

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