Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft aufgezeigt

Pressemitteilung

Von links: Sybille Stuart, Karlheinz Knöll, Dietmar Meffert

Die Arbeitsgemeinschaft 60plus der SPD  Rhein-Lahn hat im Rahmen ihres Projektes „Soziale Fürsorge“  das Thema „Pflege im stationären Bereich“ vorgestellt.

Der Vorsitzende der AG 60plus, Dietmar Meffert, begrüßte die Gäste der Veranstaltung in der AWO-Kaffeekanne in Nassau, er stellte die Moderatorin, Sybille Stuart und Karlheinz Knöll, den Referenten des Nachmittages vor.

Karlheinz Knöll gilt als ausgewiesener Experte und Kenner des Themas, da er als gerichtlich bestellter, ehrenamtlicher Betreuer in fünf Pflegeeinrichtungen Pflegebedürftige betreut.

In seinem Powerpoint gestützten Vortrag machte er deutlich, dass er neben  seinen eigenen Feststellungen aus einer über 10jährigen Praxis auch die Expertise der in den Pflegeeinrichtungen tätigen Pflegerinnen und Pfleger in seine Ausführungen zum Thema einbezogen hat. An Hand von Beispielen zeigte er auf, wie widersprüchlich die Darstellungen der Politik und die gelebte Praxis sind. Wörtlich sagte er: „Ich habe es selbst erlebt, wie einem Verantwortlichen der Politik die Kinnlade nach unten gefallen ist, als er die Realität und Praxis kennengelernt hat!“

Sein Fazit zum Abschluss des Vortrages: „Es darf nicht sein, dass in einem so hoch technologisierten Land wie dem unsrigen, Menschen abgeschrieben und abgeschoben werden, weil sie alt, behindert und zerbrechlich sind. Wir brauchen auch in der Pflege einen Systemwandel, eine bessere finanzielle Ausstattung der Pflegeversicherung, dadurch Kostenentlastung der Betroffenen damit Pflege nicht in die vorprogrammierte Sozialarmut führt.

In der Aussprache und der Diskussion zum Vortrag hatte Sybille Stuart als Moderatorin ein leichtes Amt. Die Wortmeldungen waren zwar teilweise sehr emotional, aber die Diskussion doch sehr diszipliniert.

Dietmar Meffert dankte Karlheinz Knöll für das aussagekräftige Impulsreferat und Sybille Stuart für die Moderation der Diskussionsrunde. Er erläuterte, dass mit dieser Veranstaltung der Anfang für eine weitergehende Informationskampagne gemacht worden sei. Als nächstes steht die „häusliche Pflege – Missstände und Ungereimtheiten“ auf der Agenda. Auch dazu soll im nächsten Jahr ein „Pflegestammtisch“ in den Verbandsgemeinden initiiert werden. „Eigentlich hatten wir mit mehr Interesse an dem Thema gerechnet, immerhin haben wir 50 Plätze vorgehalten. Trotzdem freue ich mich, dass Sie da waren, kommen sie wieder gut nach Hause!“ Mit diesen Worten schließt Dietmar Meffert die Veranstaltung.

 

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