Landrat Günter Kern mit MdL Frank Puchtler in Geilnau

Pressemitteilung

Landrat Günter Kern bei seinem Besuch in Geilnau

GEILNAU. Erneut weilte jetzt Landrat Günter Kern in der Lahngemeinde Geilnau, um über aktuelle Fragen der Kreispolitik und anstehende Projekte zu informieren und mit den Bürgern zu diskutieren. Eingeladen hatte der SPD-Ortsverein Geilnau, dessen Vorsitzender Günter Müller eine große Zahl von Interessenten zu dem Gespräch im Dorfgemeinschaftshaus begrüßen konnte. Ebenfalls herzlich begrüßt wurde Frank Puchtler, der als Landtagsabgeordneter die landespolitischen Gesichtspunkte in die Diskussion einbringen konnte und als Fraktionsvorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion die politische Sichtweise vertrat.

Das Dauerthema „Lahntal Rad- und Wanderweg“ zwischen Geilnau und Laurenburg kam dabei naturgemäß wieder ausgiebig zur Sprache. „Am Geld soll es nicht scheitern, die Finanzierung ist gesichert“, so Landrat Kern. „Gescheitert ist das Vorhaben an den planungsrechtlichen Voraussetzungen. Die Gutachten sind da, und mit diesen aktuellen Gutachten müssen die planungsrechtlichen Wege nun neu eingeschlagen werden.“
Landrat Kern ging auch auf die derzeit schwierige finanzielle Situation der Kommunen im Allgemeinen und dem Rhein-Lahn-Kreis im Besonderen ein. Bei einem Kreishaushalt 2010 mit einem Defizit von 15,8 Millionen Euro sei Sparen angesagt. An den freiwilligen Leistungen ist, aber, so der Landrat, ein weiteres Sparen nicht mehr möglich. Ursache für die Mehrausgaben seien gesetzliche Leistungen, die jedoch so gewollt und auch sozialpolitisch erforderlich sind. Als Beispiel nannte er die Gesamtbelastung des Kreishaushaltes durch die Kindertagesstätten, die seit 2007 von 16,23 Mio € auf 2010 nunmehr 23.7 Mio € gestiegen. Erfreulich hingegen ist die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Mit einer Arbeitslosigkeit von derzeit 4,2% gehöre der Rhein-Lahn-Kreis zu den Besten in ganz Rheinland-Pfalz, die Lage in der Region Nastätten mit unter 4% Arbeitslosigkeit sei quasi als Vollbeschäftigung zu werten.
Zu den weiteren Schwerpunkten des Referates und der anschließenden Diskussion gehörten neben der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung des Kreises und der von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft organisierte flächendeckenden DSL-Verbindung auch die Energieversorgung und Energiebewirtschaftung. Auch hier ist der Kreis aktiv: Neben einer intensiven Beratung über effiziente Energienutzung (z. B. von Unternehmen) wurden zwischenzeitlich sämtliche geeignete Dächer der kreiseigenen Immobilien für die Solarenergie verpachtet.
Bei der ärztlichen Versorgung sieht Günter Kern hingegen für die Zukunft einen erheblichen Handlungsbedarf voraus. „Während derzeit noch etwa 80 Hausärzte im Kreisgebiet niedergelassen sind, wird in 10 Jahren die Hälfte altersbedingt ausgeschieden sein“, so der Landrat. Beim Thema Abfallbeseitigung wies er darauf hin, dass ab 2011 sowohl der Betrieb des Abfallwirtschaftszentrums Singhofen als auch die Einsammlung von Bioabfall und Restabfall neu vergeben und organisiert wird. Dies hat auch einen Austausch der bisherigen Tonnen zu Folge. Diejenigen Haushalte, die dann mit dem seit 2003 festgelegtem Behältervolumen auskommen, können mit einer 8,6 % Gebührenreduzierung rechnen.
Im Vorfeld zu der außerordentlich gut besuchten Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus waren Ortsbürgermeister Karl-Gerhard Wetzel, der SPD-Vorsitzende Müller sowie Mitglieder Gemeinderates und des Vorstandes des SPD-Ortsvereins gemeinsam mit dem Gast aus Bad Ems in der knapp 400 Einwohner zählenden Lahngemeinde unterwegs. Dabei ging es insbesondere um die Besichtigung des Friedhofes, die fast abgeschlossene Neugestaltung der „Brücke“ im Rahmen der Dorferneuerung sowie den derzeit im Bau befindlichen Anbau der vereinseigenen Turnhalle. Besonders angetan war Landrat Kern von der abgeschlossenen Sanierung des Sauerwasserbrunnens am Dorfeingang. Als weiteres Projekt wurde dem Landrat dann noch der barrierefreie Zugang zum Dorfgemeinschaftshaus samt Aufzug und einer behinderungsgerechten Toilette vorgestellt. Dieses Vorhaben soll kurzfristig in Angriff genommen werden. „Es tut sich etwas in Geilnau, die Zukunft von Geilnau wird gestaltet“, so das anerkennende Resümee des Landrats.

 

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