Entwicklung des ehemaligen Güterbahnhofsgeländes in Lahnstein bringt Stadt entscheidende Verbesserung im Stadtbild

Pressemitteilung

Mit ihrer Veranstaltungsreihe "SPD fragt nach" waren jetzt Mitglieder des SPD-Kreisvorstands Rhein-Lahn um ihren Vorsitzenden Mike Weiland, der Kreistagsfraktion mit dem Vorsitzenden Carsten Göller und der SPD-Stadtratsfraktion mit ihrer Sprecherin Gabi Laschet-Einig am ehemaligen Güterbahnhofsgelände in Oberlahnstein zu Gast und informierten sich bei MEBEDO-Geschäftsführer der Rheinquartier GmbH & Co KG Dr. Thorsten Neumann aus erster Hand über die Vorhaben zur Entwicklung der arg herunter gekommenen Flächen.

Das etwa 17 Hektar große Areal des ehemaligen Güterbahnhofs liegt seit knapp 18 Jahren brach. Die Rheinquartier GmbH & Co KG hat etwa 14 Hektar des Geländes erworben. Nach dem Rückbau der Gleisanlagen, der Bahnhofsgebäude sowie nach einer Reinigung des Schotters sollen ein Teil der Flächen für Wohnungsbau und ein weiterer für Gewerbe zur Verfügung stehen. "Dies ist für Lahnstein eine absolut gute und für das Stadtbild äußerst positive Entwicklung", bekundete SPD-Kreisvorsitzender Mike Weiland gegenüber Dr. Neumann, der so dann mit der Gruppe über das Gelände streifte, um einzelne Details des Gesamtprojektes zu erläutern.

Zu den Bahngleisen hin soll beispielsweise ein schräg angelegter Wall für gleich mehrere Dinge positive Effekte bewirken: Bahnlärmschutz sowohl für die neu entstehenden Wohnhäuser in Richtung Rhein soll natürlich gewährleistet werden, aber auch vom Lärmeinfallswinkel her so angelegt, dass die gegenüberliegenden Anwohner der bestehenden Bebauung keine Mehrbelastung erfahren. Durch die besonders ausgerichtete und vor allem schallschluckende Wallanlage soll zudem der mittels Gutachten festgestellte Bestand an Mauereidechsen, der sich aktuell im stillgelegten Bahngelände aufhält, dort auch eine neue Bleibe finden. Vor Ort befindliche Materialien, so etwa rund 100.000 Tonnen Schotter, werden gereinigt und sollen an vielen Stellen im neu angelegten Gelände wieder eine neue Verwendung finden, so Dr. Neumann weiter. Die nicht mehr verwertbaren Stoffe werden ordnungsgemäß entsorgt. Auch Autos der Anwohner der neuen Siedlung sollen im Wall eine Abstellmöglichkeit finden.

Insgesamt soll die neue Siedlung ernergieautonom ausgerichtet werden, das heißt eine vorhandene Warmwasserquelle soll Energie für die Heizung der Wohnungen liefern. Mit einem Energieversorger gab es bereits Gespräche, die zum Ziel haben, ist vereinbart, dass man Strom aus einem Wärmekraftwerk gewinnen wird, so dass man hier eine Siedlung nach neuesten Standards plant.

Auf dem Areal soll durch MEBEDO und die Rheinquartier GmbH & Co KG also attraktiver Wohnraum und vor allem auch Arbeitsplätze entstehen. Die Umwandlung des ehemaligen Bahnhofsgeländes in ein Stadtquartier wird wissenschaftlich von dem Fraunhofer-Institut Arbeitswirtschaft und Organisation IAO begleitet. "Es entsteht also eine richtungsweisende Kombination aus Wohnen, Arbeiten und Umweltschutz", fasste Kreistagsfraktionsvorsitzender Carsten Göller am Ende der Besichtigung zusammen. Im Bereich Wohnen solle nach den Aussagen von Dr. Thorsten Neumann eine Struktur aus Ein- und Mehrfamilienhäusern entstehen. Gabi Laschet-Einig begrüßt vor allem, dass auf eine barrierefreie Gestaltung, die auch das Wohnen im Alter ermöglicht und einen späteren Wohnungswechsel unnötig macht, geachtet werden wird. Ein generationenübergreifendes Wohnen soll, wenn möglich, durch soziale Einrichtungen wie Kindertagesstätten oder ein Betreutes Wohnen gefördert werden. Auch ortsansässige Unternehmen haben Interesse an Geländeerweiterungen und befinden sich hierzu in den Vorbereitungen, was voraussichtlich auch eine teilweise Verlegung der Max-Schwarz-Straße bedingt.

Abschließend berieten sich die SPD-Aktiven darüber hinaus mit der Rheinquartier GmbH & Co KG MEBEDO, wie die städtebauliche Anbindung ins städtische Leben erfolgen solle. Auch hierzu gebe es bereits erste konkrete Ideen, so Dr. Neumann abschließend, diese würden nun nach und nach noch in die Feinplanung eingearbeitet. "In den letzten Jahrzehnten sind über 13 Mio. Euro Fördermittel zur Fortentwicklung des Städtebaus von Bund und Land nach Lahnstein geflossen", betonte SPD-Kreisvorsitzender Mike Weiland abschließend. Er ist sich sicher, dass Planer, Investor, die ansässigen Unternehmen und auch die Landesregierung an einem Strang ziehen werden, um das Rheinquartier baldmöglichst zu realisieren, denn Lahnstein habe diese Weiterentwicklung mehr als verdient.

 

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