60 Minuten SPD: Energieversorgung im ländlichen Raum ist geprägt von E-Mobilität und aktueller Lage in Europa

Pressemitteilung

Aktueller hätte das Thema der Juli-Ausgabe von „60 Minuten SPD Rhein-Lahn“ kaum sein können: Gunnar Gramsch, Leiter der Netzplanung Rhein-Lahn/Rhein-Wied der Syna GmbH berichtete den interessierten Gästen der Veranstaltung über die Versorgungsnetze im ländlichen Raum, die im Mittelpunkt des monatlichen politischen Austauschangebotes der Sozialdemokraten standen. Angesichts des guten Sommerwetters begrüßte SPD-Kreisvorsitzender Mike Weiland die Gäste gemeinsam mit dem neuen Landtagsabgeordneten für den Wahlkreis Diez/Nassau, Manuel Liguori aus Nassau, im Biergarten des Hotels Zur Krone in der Freiherr-vom-Stein-Stadt an der Lahn. „Der drohende Gas-Stopp lässt Private, Verwaltungen und Unternehmen gleichermaßen aufschrecken. Daher sind wir alle interessiert, wie sich die Syna für den Bereich des Rhein-Lahn-Kreises für die Zukunft aufstellt und welche Herausforderungen gemeinsam gemeistert werden müssen“, so Mike Weiland zum Intro.

Dem kam Gunnar Gramsch zur Zufriedenheit der Gäste in seinem Input-Referat vollends nach. Das Thema traf damit genau den Zahn der Zeit, denn selten war die Sicherheit der Versorgungsnetze so ungewiss wie heute. Besonders im ländlichen Raum stellen sich hier viele Fragen und die Gelegenheit nutzten auch viele Bürgerinnen und Bürger, um diese beantwortet zu bekommen. „Süwag und Syna sind in den Feldern Gas, Strom, Glasfaser und Straßenbeleuchtung aktiv“, betonte Gunnar Gramsch gleich zu Beginn. Dieses breite Portfolio stellt das Unternehmen gerade aktuell vor große Herausforderungen. Gerade bei der Stromversorgung sind die weiten Strecken im ländlichen Raum eine besondere Hürde, die das Unternehmen angeht. Nicht nur die langen Leitungswege müssten bewältigt werden, sondern gerade in Zeiten Erneuerbarer Energieanlagen brauche es beispielsweise neben der Anschlussleitungen beispielsweise für Freiflächenfotovoltaik- oder Windkraftanlagen auch stabilisierende Elemente im Netz. Diese bilden bei der Stromversorgung eben neben den Photovoltaikanlagen beispielsweise Gas oder Wasser, um Schwankungen auszugleichen, wenn die Anlagen, die durch Erneuerbare Energien, also in diesem Falle Sonne oder Wind, erzeugt würden, gerade nicht zur Verfügung stehen. „Dann darf das Netz weder Schwankungen aufweisen, noch gar ganz zusammenbrechen. Gunnar Gramsch berichtete, dass gerade die Photovoltaikanlagen sehr stark zugenommen haben. Entlang von einigen Statistiken erläuterte er diese Entwicklung. Baden-Württemberg habe gerade alle neuen Häuslebauer gesetzlich dazu verpflichtet, auch im privaten Bereich künftig immer eine Photovoltaikanlage zu installieren. Rheinland-Pfalz empfehle dies im Privatbereich bisher nur. Hier bleibe es abzuwarten, ob das sich in Zukunft nicht auch noch ändere, so die einhellige Meinung der Runde. Einig war man sich jedoch darin, dass es wichtig sei, dass mehr Photovoltaikanlagen auf die Dächer kommen, um gerade in Zeiten eines drohenden Gas-Stopps unabhängiger zu werden.

Immer mehr E-Fahrzeuge kommen auf den Markt. Daher müsste man heute auch viel stärke Leitungsquerschnitte planen, um die zahlreichen E-Ladesäulen, egal, ob privat oder öffentlich, überhaupt versorgen zu können. Einige Bürger nutzten daher gerade diesen Moment, um sich über ihre ersten Erfahrungen hinsichtlich der privat installierten Ladestationen mit dem Experten der Syna, der auch noch einen weiteren Kollegen mitgebracht hatte, auszutauschen. Der Markt und der Ausbau der Netz befindet sich daher nicht nur gerade aufgrund der Situation um den Disput mit Russland in einem Wandel, auch der Ausbau der E-Mobilität fordert bereits heute seinen Tribut und klare Verstärkungen der Stromnetze. „Das gilt selbstverständlich auch für die Leitungen von den im Rhein-Lahn-Kreis bereits errichteten oder in Planung befindlichen großen Freiflächenfotovoltaikanlagen“, betont Gunnar Gramsch. Eine große Bedeutung wird in Zukunft der Wasserstoff erhalten, ist man sich seitens des Energieversorgers sicher. Man überlege, Wasserstoff in Zukunft über die Gasleitungen zu liefern und dennoch könne man vermutlich nicht ganz auf Gas verzichten können. Gunnar Gramsch bezeichnete daher die derzeitige Situation als Übergangsphase von der Gas- zur Wasserstoffnutzung, deren Entwicklung nach Einschätzung des Energieversorgers jedoch wohl wahrscheinlich noch etwa 10 Jahre dauern werde.

Abschließend nahm das Thema Energieeinsparung noch einmal einen breiten Raum ein und man kam im Austausch recht schnell überein, dass dieses Thema im Konflikt mit Russland leider eigentlich gerade noch zur Unzeit, sprich zu früh, komme. Doch hier helfe alles Jammern nichts, so der Tenor der Runde: „Die Menschen, Unternehmen und Verwaltungen brauchen schnellstens Pläne und Überlegungen, Gast einzusparen“, so die Runde, das sei derzeit enorm wichtig, um möglichst gut durch die Zeit zu kommen. Die 60 Minuten waren wie im Flug vorbei. Bereits nach der Sommerpause wird es die nächste Ausgabe von „60 Minuten SPD Rhein-Lahn“ geben.

 

Homepage SPD Rhein-Lahn

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 001280074 -

WebsoziInfo-News

07.12.2022 12:32 Ein Jahr Ampel
DEM FORTSCHRITT EINE RICHTUNG GEBEN Saskia Esken, Lars Klingbeil, Ricarda Lang, Omid Nouripour und Christian Lindner Vor einem Jahr haben unsere drei Parteien beschlossen, gemeinsam Verantwortung für unser Land zu übernehmen. Wir haben in dem Bewusstsein, dass uns ein Jahrzehnt mit großen Veränderungen bevorsteht, ein Bündnis geschmiedet, mit dem wir mehr Fortschritt wagen. Denn bei… Ein Jahr Ampel weiterlesen

07.12.2022 11:57 Bundesweite Razzien gegen rechtes Terrornetzwerk
Seit dem frühen Morgen laufen bundesweit Razzien gegen Reichsbürger und Verschwörungsgläubige, es geht um den Verdacht der Bildung einer terroristischen Vereinigung. Die Spuren der Verdächtigen führen auch in die Sicherheitsbehörden. Dort müssen wir konsequenter gegen Verfassungsfeinde vorgehen, sagt Uli Grötsch. Dank tausender Ermittlerinnen und Ermittler ist heute mit dem größten Anti-Terroreinsatz unserer Geschichte erfolgreich ein… Bundesweite Razzien gegen rechtes Terrornetzwerk weiterlesen

07.12.2022 11:32 DEUTSCHLAND PACKT DAS
Unser Land steht vor so vielen Krisen wie noch nie. Aber Deutschland packt das. – ganz egal, wie groß die Herausforderungen sind. Mit Zusammenhalt. Und mit sozialer Politik für Dich. WIR MACHEN SOZIALE POLITIK FÜR DICH. Im Bundestagswahlkampf hat die SPD erfolgreich für mehr Respekt geworben. In der Ampel-Koalition haben wir vereinbart, mehr Fortschritt zu… DEUTSCHLAND PACKT DAS weiterlesen

30.11.2022 19:55 Hartmann/Koß zur Nationalen Strategie gegen Antisemitismus
Besserer Schutz für Jüdinnen und Juden Sebastian Hartmann, innenpolitscher Sprecher;Simona Koß, zuständige Berichterstatterin: Heute wurde die von Nancy Faeser vorgelegte Nationale Strategie gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben (NASAS) vom Kabinett verabschiedet. Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt das ausdrücklich. „Allen zivilgesellschaftlichen und politischen Bemühungen zum Trotz nimmt der Antisemitismus in Deutschland zu. Insbesondere während der Coronapandemie haben antijüdische… Hartmann/Koß zur Nationalen Strategie gegen Antisemitismus weiterlesen

30.11.2022 19:44 Achim Post zu EU/Ungarn
Orban-Regierung muss jetzt dringend und deutlich nacharbeiten Im Streit über demokratische Standards will die EU-Kommission für Ungarn vorgesehene 13 Milliarden Euro vorerst nicht auszahlen. SPD-Fraktionsvize Achim Post sieht die Orban-Regierung jetzt in der Pflicht. „Es ist zu begrüßen, dass die EU-Kommission gegenüber der ungarischen Regierung konsequent bleibt. Voraussetzung für eine Entsperrung der EU-Gelder an Ungarn… Achim Post zu EU/Ungarn weiterlesen

Ein Service von websozis.info

 

Wetter-Online