Barzen: Zupacken und Klartext reden

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Präsidentin der SGD Nord sprach beim Neujahrsempfang der Aar-SPD in Hahnstätten / Zahlreiche Ehrengäste

Die Präsidentin der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord in Koblenz, Dagmar Barzen, stellte als Ehrengast beim Neujahrsempfang des SPD-Gemeindeverbandes Aar ihre Behörde vor.

Weit über 200 Besucher füllten am Montagabend das Foyer des Hahnstätter Dorfgemeinschaftshauses bis in den allerletzten Winkel. Sie waren als Gäste der Einladung des SPD-Gemeindeverbandes Aar zum traditionellen Neujahrsempfang gefolgt und alle vom Landtagsabgeordneten und gleichzeitigen Kreisvorsitzenden der SPD, Frank Puchtler, mit Handschlag begrüßt worden.

Die Vorsitzende der Aar-SPD, die Schiesheimer Ortsbürgermeisterin Evelin Stotz, schickte in ihrer Eröffnungsrede der seit mehreren Jahren an gleicher Stelle stattfindenden Veranstaltung Dankesworte an die Anwesenden für deren Engagement im zurückliegenden Jahr. Ob die geleistete Arbeit im politischen, sozialen oder gesellschaftlichen Bereich eingebracht wurde, sei hierbei vollkommen unerheblich. Wichtig sei ihr die solidarische Zusammenarbeit auf und in allen Ebenen und Bereichen, um auch im kommenden Jahr trotz schwieriger Situation für die Region positive Ergebnisse und Ziele zu erreichen.

Stotz rief dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hahnstätten, Volker Satony, dem Hausherrn, Ortsbürgermeister Joachim Egert, dem Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Diez, Michael Schnatz, dem Runkeler Bürgermeister Friedhelm Bender und dem ehemaligen Verbandsgemeinde-Bürgermeister Hahnstätten, Hubert Schneider, zu.

Dagmar Barzen, ehemalige Büroleiterin des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck, empfand es als große Ehre vor solch einem Kreis ihre Behörde vorstellen zu können. Die SGD Nord ist die Nachfolgeorganisation der Bezirksregierung Koblenz, besteht seit zehn Jahren, ist eine Obere Landesbehörde im Geschäftsbereich des Innenministeriums und fachlich dem Umwelt-, Finanz- und Arbeitsministerium zugeordnet. Die Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Gewerbeaufsicht, Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Bodenschutz, Naturschutz, Bauwesen und Raumordnung. Zusätzliche Projektaufgaben sind das Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal und die Initiative Baukultur. Das Einzugsgebiet sind die Regionen Trier und Mittelrhein. Im Bereich Gewerbeaufsicht betreut die Behörde über 100 000 Unternehmen mit rund 640 000 Mitarbeitern in Fragen des Arbeitsschutzes und des Umweltschutzes. Rechtssichere Genehmigungen sowie schnelle und transparente Verfahren seien mittlerweile auch im internationalen Vergleich wichtige Entscheidungsgrundlagen zugunsten des Wirtschaftsstandortes Deutschland. «Deshalb setzen wir alles daran, in Rheinland-Pfalz Innovationen und Investitionen eine sichere Grundlage zu bieten. Dazu leistet die SGD Nord einen entscheidenden Beitrag», versicherte die Chefin von rund 500 Mitarbeitern.

Neben den strukturverbessernden Maßnahmen sei die Förderung der Lebensqualität ein weiterer Schwerpunkt. Hier gelte es, die Umwelt als natürliche Lebensgrundlage auf hohem Niveau wirksam und nachhaltig zu schützen. Als Beispiel nannte Barzen die Umsetzung der ruropäischen Wasserrahmenrichtlinie. Unter dem Oberbegriff «Aktion Blau» sind im Rhein-Lahn-Kreis viele Vorhaben in Angriff genommen worden vor allem an Lahn, Mühlbach, Aar und Gelbach. «Unverzichtbar für ein gesundes Leben ist sauberes Trinkwasser. Alleine im Rhein-Lahn-Kreis gibt es 140 Wasserschutzgebiete», so Barzen. Bei der umweltverträglichen Beseitigung des Abwassers arbeite die SGD nicht nur eng mit den Kommunen zusammen, sondern auch mit Firmen. Nach Meinung des Ehrengastes orientierten sich wirtschaftliche Interessen– gerade im Zeitalter der Globalisierung – an den Bedürfnissen einer Gesellschaft. Der Naturschutz stelle ein wesentliches öffentliches Anliegen dar.

Im stetigen Spannungsfeld

So sei sie wie ihre Mitarbeiter jeden Tag einem Spannungsfeld ausgesetzt. Sie helfen, damit sich die Unternehmen bei Bau- und Ansiedlungsprojekten im Rahmen der Gesetze entwickeln können. Das heißt Arbeitsplätze schaffen und Steuereinnahmen für die Kommune und den Staat zu liefern. Andererseits gelte es, auf das Recht der Bürger auf eine gesunde Umwelt und eine gute Wohnqualität zu achten. Nicht alles, was aus verständlicher Betroffenheit von Anliegern, Anwohnern oder Bürgerinitiativen gefordert werde, diene deshalb schon automatisch dem Gemeinwohl. Es könne durchaus sein, dass gerade das Interesse der Gesamtheit es erfordere, einer Gruppe von Bürgern Unangenehmes zuzumuten. Grundsätzlich seien mit Industrie-, Fremdenverkehrs- oder Wirtschaftsansiedlungen Unannehmlichkeiten verbunden. Meist gehe es um Immissionen durch Lärm und Geruch. «Doch Bodenschätze können nur dort abgebaut werden, wo man sie findet. Betriebe können nur da erweitert werden, wo sie stehen. Waren können nur da transportiert werden, wo sie sind. Die reale Wirtschaft ist somit auch immer mit Nebenwirkungen für die Bürgerinnen und Bürger verbunden», bemerkt die Präsidentin bestimmt.

Dagmar Barzen will auch zukünftig ihrer bisherigen Strategie treu bleiben: Zupacken, wenn es darum geht, Dinge voranzubringen. Dabei den Blick stets auf Lösungen zu richten und den Mut haben, Klartext in einem offenen und fairen Miteinander zu reden, auch wenn es in dem einen oder anderen Fall mal darum geht, unangenehme Wahrheiten auszutauschen. «Das ist meine Philosophie. Eines ist mir dabei immer wichtig: Offen zu bleiben für direkte Gespräche», schloss Barzen.

 

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