SPD-Fraktion im VG-Loreley - Braubach muss Entlastung vom Verkehr erfahren: Minister Lewentz bringt Ortsumgehung voran

Pressemitteilung

"Die Wein- und Rosenstadt Braubach muss im Zuge der Landesstraße 335 dringend vom Verkehr entlastet werden", waren sich nun SPD-Fraktionsvorsitzender Mike Weiland sowie Ralf Elenz und Rainer Heidrich von der SPD-Stadtratsfraktion nun erneut in Braubach einig. Am Obertor trafen sich daher jetzt Vertreter beider SPD-Fraktionen, um sich aus erster Hand beim zuständigen Infrastrukturminister Roger Lewentz über die positive Entwicklung zur Planung und zum Bau der unabdingbaren Ortsumgehung Braubach zu informieren.

Zwei Varianten mit Tunnellösung durch den Marksburgberg werden aktuell betrachtet. Die Kosten dafür belaufen sich auf 16,2 Mio. Euro (Länge gut 500 Meter) bzw. 18,9 Mio. Euro (Länge etwa 1.200 Meter). Bei einem Volumen von aktuell 87,5 Mio. Euro jährlich für Landesstraßen sei dies eine finanzierbare Summe, so Roger Lewentz zu Beginn des Termins, da die Maßnahme ja nicht gänzlich in einem Jahr abgeschlossen würde. Doch um auch gegenüber dem Rechnungshof grundsätzlich Bauwürdigkeit eines Projektes in wirtschaftlicher Hinsicht zu erlangen, müsse bei aktuellen Kosten ein Nutzen-Kosten-Verhältnis mit einem Wert von 1,0 nachgewiesen werden können.

"Dies war keineswegs einfach oder selbstverständlich", unterstrich Roger Lewentz noch einmal beim jetzigen Ortstermin. Allein und für sich betrachtet, wäre das Projekt sicherlich nicht positiv betrachtet worden, obwohl für die SPD überhaupt keine Zweifel an der Notwendigkeit einer Ortsumgehung bestehen, vermutet der Erste Beigeordnete der VG Loreley Hans-Josef Kring. Hier habe Roger Lewentz gemeinsam mit dem Landesbetrieb Mobilität jedoch ganze Arbeit geleistet und zum Wohle der Stadt genau die richtige Entscheidung getroffen, urteilen Mike Weiland und Sebastian Reifferscheid und dankten dem Minister für die richtungsweisende Vorgehensweise: Nicht allein das Braubacher Projekt ist zu betrachten, sondern es muss im Zuge von mehreren Projekten entlang der Achse der bereits gebauten oder im Bau befindlichen Ortsumgehungen Nastätten, Miehlen-Marienfels, Dachsenhausen bis nach Braubach betrachtet werden. Dieses schlüssige Konzept vom Rhein bis zur Bäderstraße und die damit verbundene großräumige Nutzen-Kosten-Analyse hat für die günstigere Maßnahme von 16,2 Mio. Euro nun einen mit Wert von 1,25 ergeben, worüber alle Befürworter und allen voran auch die Aktiven der Bürgerinitiative "Braubach lebenswerter e.V." sehr erleichtert sind. Überhaupt lobte Minister Roger Lewentz die gute und umsichtige Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative, was die Kommunalpolitiker nur unterstreichen konnten.

Neben der Mittelrheinbrücke sei für Roger Lewentz die Ortsumgehung Braubach nicht nur die größte, sondern auch die wichtigste Landesstraßenbaumaßnahme im Wahlkreis. Beide stehen für ihn aber keineswegs in Konkurrenz zueinander - im Gegenteil. Der Erste Beigeordnete der Stadt Braubach Jürgen Pollnick begrüßte die aktuelle Sachlage: "Als Vertreter der Stadt kann ich das unermüdliche Engagement von Roger Lewentz in Sachen Ortsumgehung nur ausdrücklich loben." Der Minister habe das Projekt soweit voran gebracht, wie kein anderer zuvor! Dies seit gut zum Erhalt der Altstadt. Weitere Verbesserungen wird es künftig auch im Zuge der Landesstraße 335 in Richtung Dachsenhausen geben. Hieran werde nach dem ersten bereits erneuerten Abschnitt weiter gearbeitet.

Nach dem Willen von Roger Lewentz soll die Ortsumgehung Braubach in die mittelfristige Finanzplanung des Landes aufgenommen werden, um es auch möglichst bald zu realisieren. Die aktuelle Baumaßnahme in Miehlen-Marienfels sei eine von nur 6 Neubaumaßnahmen überhaupt im Land. Sie habe lange Vorbereitungszeit benötigt, um Baurecht zu erhalten. Insofern ist es jetzt genau richtig, die Variante von der Dachsenhäuser Straße kommend durch den Berg, über die Bahn ins Rheintal mündend und mittels einer Brücke am Rheinufergelände in die B 42 einfließend, zu visualisieren. Diese Animation in einem kleinen Film, für den das Land 25.000 Euro bereitstellt, werde, so Roger Lewentz, für Ende Februar erwartet und müsse dann den Bürgerinnen und Bürgern von Braubach vorgestellt werden. Für weitere erforderliche Gutachten seien zusammen nochmals 50.000 Euro vorgesehen. Das ganze Projekt bedürfe dann auch einer koordinierten Abstimmung mit der UNESCO oder beispielsweise dem Landesrechnungshof, damit man möglichst zügig vorankomme. Roger Lewentz jedenfalls hat die Braubacher Ortsumgehung in ihrer Dringlichkeit in die Kategorie "Vordringlich Planen" eingestuft.

Bis das Nadelöhr am Obertor entschärft werden kann, setzt sich Minister Roger Lewentz für eine zügige Umsetzung von Tempo 30 in diesem Bereich ein. Die schalltechnische Untersuchung läuft und die Ergebnisse werden in Kürze vorliegen. "Dann kann ich einer der ersten Forderungen der Bürgerinitiative und dem Wunsch vieler Menschen in Braubach entsprechen", so Roger Lewentz abschließend.

 

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