Neujahrsempfang der Aar-SPD mit Günter Kern

Kommunales

Der künftige Staatssekretär Günter Kern war Gastredner beim Neujahrsempfang der Aar-SPD in Hahnstätten. Er hält einen weiteren Sparkurs für unabdingbar.

HAHNSTÄTTEN | Günter Kern misst einem normalen Jahreswechsel im Grunde keine allzu große Bedeutung bei. Gleichwohl sei es ein Zeitpunkt, um kurz innezuhalten, zu verschnaufen, zurückzublicken, Kräfte zu sammeln und sich auf Wesentliches zu besinnen. Danach ging der Alltag weiter. „Doch für mich persönlich ist es diesmal doch ein besonderer Jahreswechsel“, wies der Gastredner auf seine am 31. Januar endende Amtszeit als Landrat des Rhein-Lahn-Kreises hin.

Die Zukunftsgestaltung und die Perspektiven für den Rhein-Lahn-Kreis erläuterte Kern anhand des vom Kreis in Angriff genommenen Entwicklungskonzeptes (das am 24. März vorgestellt werden soll) mit gezielten Themen wie einer flächendeckenden medizinischen Versorgung, einem neuen Kreisstraßenprogramm (im Herbst Festlegung der Sanierungsprioritäten für die nächsten fünf Jahre) oder den Herausforderungen im Bereich der Schulentwicklung und der Kinderbetreuung.

Kern ließ aber auch die Themenbereiche der Nahversorgung, der Energieversorgung, der Wasser und Abfallentsorgung, der Siedlungsentwicklung, der virtuellen Anbindung (Breitbandversorgung), den Bereich des Tourismus (Reaktivierung der Aartalbahn, Ausbau des Radwegenetzes) und der „Mobilität allgemein“ (Buskonzept, Mittelrhein-Brücke) sowie der verstärkten politischen Unterstützung der heimischen Wirtschaft an.

Klar positionierte sich der zukünftige Staatssekretär beim Thema Erhaltung der Kulturlandschaft im Mittelrheintal. Bei aller Notwendigkeit der Nutzung umweltverträglicher Energien könne die Planung nicht jeder Gemeinde überlassen werden, betonte Kern. Die einmalige Landschaft im Tal und die Höhenzüge müssten frei von Windkraftanlagen bleiben.

All diese anstehenden Aufgaben müssten vor dem Hintergrund des demografischen Wandels geschehen, den Kern an einigen „schrumpfenden“ Zahlen verdeutlichte. So sind die Einwohnerzahlen in Rheinland-Pfalz von 1996 bis 2012 von seinerzeit 4 Millionen auf 3,9 Millionen zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum sanken die Zahlen im Rhein-Lahn-Kreis von 128 000 Einwohnern auf 122 700 und in der Verbandsgemeinde Hahnstätten von 9429 auf 9386. Der schwerste Kraftakt hierbei sei, dass alle erforderlichen Aufgaben mit „fehlenden Finanzen“ machbar gemacht werden müssten. „Der Rhein-Lahn-Kreis ist den Weg der Konsolidierung bisher mitgegangen. Der Weg, wenn auch sehr steinig, muss weiter beschritten werden.. Es sei unumgänglich, auch zukünftig die Finanzen in Ordnung zu bringen, einen harten Sparkurs weiterzufahren und Schwerpunkte zu setzen.

Frank Puchtler bezeichnete den Wechsel Kerns von Bad Ems nach Mainz als einen „Einschnitt für den Kreis“, war sich aber sicher, „dass er uns und die Region nicht vergessen wird“. Er dankte dem zukünftigen Staatssekretär und forderte die Besucher des Empfangs auf, mutig zuzupacken, wenn es darum ginge, Dinge „auch in schwierigen Zeiten“ voranzubringen. Immer mit dem Blick auf Lösungen, die machbar sind.

Annähernd 250 Besucher füllten am Montagabend das Foyer des Hahnstätter Dorfgemeinschaftshauses. Sie waren als Gäste der Einladung des SPD-Gemeindeverbandes Aar zum traditionellen Neujahrsempfang gefolgt, und bevor die Vorsitzende der Aar-SPD, die Schiesheimer Ortsbürgermeisterin Evelin Stotz, Dankesworte an die Anwesenden für deren Engagement im zurückliegenden Jahr schickte, stellte sie erfreut fest: „Es wird jedes Jahr enger!“ Der Empfang findet seit Anbeginn an gleicher Stelle statt.

Bei den gesprochenen Dankesworten an die so zahlreich erschienen, ehrenamtlich tätigen Personen betonte Stotz, dass es ziemlich unerheblich sei, ob die geleistete Arbeit im politischen, sozialen oder gesellschaftlichen Bereich eingebracht wurde. Wichtig sei ihr die solidarische Zusammenarbeit auf und in allen Ebenen und Bereichen, um auch im angelaufenen Jahr, trotz schwieriger Situation, für die Region positive Ergebnisse und Ziele zu erreichen. Sie rief dazu auf, auch in 2014 mit nicht nachlassendem Engagement, Stetigkeit und Verlässlichkeit zu zeigen, um mit all ihrem Tun das Leben in der Aarregion lebenswert zu gestalten.

Mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen forderte sie mehr Beteiligung der Bürger ein, „nicht nur in der Wahlbeteiligung, sondern auch in der Bereitschaft, ein politisches Amt zu übernehmen“. Bevor Stotz das Rednerpult für den Ehrengast des Abends, den noch amtierenden Landrat und zukünftigen Staatssekretär in Mainz, Günter Kern, freigab, rief sie den erschienenen amtierenden Mandatsträgern aus dem Rheingau-Taunus-Kreis, dem Kreis Limburg-Weilburg, der Verbandsgemeinde Diez und der Verbandsgemeinde Hahnstätten Willkommensgrüße zu.

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Rolf-Peter Kahl, Nassauische Neue Presse 08.01.2014

 

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