Investition in Bildung ist gut angelegt

Pressemitteilung

Eltern vom "Nassauer Modell" überzeugen

NASSAU. "Über Bildung wird mehr denn je der Wohlstand für jeden Einzelnen wie für unsere Gesellschaft organisiert", diese Prämisse stellte Bildungsministerin Doris Ahnen in Nassau an den Beginn ihrer einführenden Rede. Bildung müsse für jeden zugänglich sein und es müsse bei der Bildung gerecht zugehen. Als "Erfolgsgeschichte" bezeichnete Ahnen den Ausbau von Ganztagsschulen. Alleine im Rhein-Lahn-Kreis seien es 29 Schulen. Diesen Erfolg wolle das Land fortführen. Hingegen habe man nicht wie andere auf das Abitur nach acht Jahren gesetzt, denn "Bildung braucht auch Zeit". Das Erststudium sei in Rheinland-Pfalz beitragsfrei. "Wir haben nie etwas versprochen, was wir nicht gehalten haben", resümierte Doris Ahnen.

Wichtige Mitteilungen der Ministerin für die Zukunft: Klassengrößen sollen spürbar verkleinert werden. "Schon im Hinblick auf die Demoskopie müssen wir alle Kinder und Jugendliche optimal fördern", so Ahnen. Auf den Eigenanteil bei der Schülerbeförderung werde ab dem Schuljahr 2012/2013 verzichtet. "Das entlastet Eltern und sichert Standorte in ländlich geprägten Regionen", betonte die Ministerin. Sie sprach ein weiteres Kernanliegen rheinland-pfälzischer Bildungspolitik an: "Bildungswege dürfen nie in einer Sackgasse enden". Es dürfe keine Stelle im Bildungssystem geben, von der aus ein weiterer Aufstieg nicht mehr möglich ist.

Vehement trat Ahnen für die Entscheidungsfreiheit von Eltern ein, denn "der Staat kann Menschen nicht vorschreiben, wie sie leben müssen". Entscheidungsfreiheit setze voraus, dass Angebote vorhanden sind und ein Rechtsanspruch auch auf einen Kindergartenplatz bestehe. Rheinland-Pfalz habe den besten Ausbaustand bei Kinderkrippen und Kindertagesstätten unter den westlichen Flächenländern. Da im Vorschulalter die Grundlage für Lernfähigkeit und Lernfreude gelegt werden, habe das Land ein Programm zur frühkindlichen Sprachförderung aufgelegt. Dieses wird bereits von der Hälfte der Kinder genutzt, und je näher die Einschulung rückt, umso stärker erfolge auch diese Sprachförderung. Nun werde man schrittweise in der Kinderbetreuung die Beitragsfreiheit einführen.

Gute Schule bedeutet Zukunft für die Region

Der Landtagsabgeordnete Frank Puchtler unterstützte die Schwerpunktsetzung bei der Bildung: "Aufgrund der in der Verfassung verankerten Schuldenbremse erfolgen Einsparungen in allen Bereichen mit einer Ausnahme, im Bereich Bildung haben wir die finanziellen Mittel zu Recht weiter erhöht". Denn, so Puchtler, die Investition in Menschen ist gut angelegt. "Eine gute Schule heißt auch eine gute Zukunft für die Region", appellierte Puchtler an alle Verantwortlichen, gemeinschaftlich mit positiven Ansätzen für die weiterführende Schulen in Nassau zu handeln. "Wenn die Schule nach vorne geht, dann bin ich an ihrer Seite", so der Abgeordnete. In der anschließenden engagierten Diskussion unter Leitung von Herbert Baum zeigte sich der Rektor des Schulzentrums, Karl Maron, überzeugt, dass die Schule ein gutes pädagogisches Konzept verfolge.

Doch gab es auch drängende Stimmen. "Was können wir im Stadtrat für unsere Schule noch Positives tun", fragte Peter Schuck, der auch den Sportnachwuchs in den Vereinen mit dieser Frage verband. Entscheidend sei, so Udo Rau, wie die Bevölkerung zu ihrer Schule stehe. Herbert Baum wünscht sich, dass alle sagen: „Das ist unsere Schule!“. Frank Puchtler betonte die Berufswahlorientierung, wozu er die Kooperation der beiden Nassauer Schulen mit der Bundesanstalt für Arbeit ausdrücklich als einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Chancen für junge Menschen lobte. Ministerin Doris Ahnen hob die notwendige Überzeugungsarbeit bei den Eltern hervor. Karl Maron überreichte der Ministerin die Broschüre "Das Nassauer Modell – beste Entwicklungschancen für ihr Kind". Eine weitere gute Botschaft des Abends konnte noch verkündet werden: Es steht in Aussicht, dass das Nassauer Schulzentrum, wie bereits die Freiherr-vom-Stein-Grundschule, als eine Schwerpunktschule anerkannt wird. "Denn", so Doris Ahnen, "wir haben ein Interesse am deren weiterem Ausbau".

 

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